Projektskizze

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Das 1989 eröffnete Projekt wurde getragen von den lettischen Germanistinnen der Universität Riga und der Fachhochschule Ventspils. In Zusammenarbeit mit den FachkollegInnen in Estland und Litauen und mit starker deutscher Unterstützung konnten bis 2008 auch mehrere internationale wissenschafliche Fachtagungen abgehalten werden. 
Arbeitsschwerpunkte waren: 
• Sprachkontakte und Entlehnungsprozesse im baltischen Raum;
• Sprache und Sprachwechsel/Varitätenwechsel in hansischer Zeit;
• Deutsche Lexikographie in Lettland;
• Stil der deutschsprachigen Presse in Livland und Curland (17./18. Jh.);
• Besonderheiten des geschriebenen baltischen Deutsch (17./18.Jh..)
• Merkmale des gesprochenen baltischen Deutsch (20. Jh.);
• Hemmschwellen beim Übersetzen von lettischer Literatur ins Deutsche (20. Jh.).
Hervorzuheben ist, daß die beteiligten KollegInnen es sich zum Ziel gesetzt hatten, ihre Untersuchungen auf heimischen Quellen zu basieren und so einen ganz eigenartigen linguistischen Beitrag zu Geschichte und Gegenwart deutsch-baltischer Kulturkontakte zu leisten. 

Konferenzen

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Dem Projekt ordnet sich die Konferenzreihe „Deutsche Sprache im Baltikum“ bzw. „Deutsche Sprache und Literatur im Ostseeraum“ zu. Die in unregelmäßigen Abständen durchgeführten internationalen Fachtagungen boten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch über variierende Arbeitsschwerpunkte.

Das letzte Treffen fand vom 24. – 26. April 2008 in Riga statt. 
 

Kontaktadressen:

Prof. Dr. Ineta Balode, Universität Lettlands, Fakultät für moderne Sprachen, Visvalza iela 4a, Riga LV-1050. eMail: ineta.balode@lu.lv.
Prof. Dr. Dzintra Lele-Rozentale, Ventspils Augstskola, Inzenieru 101, Ventspils LV-3601. eMail: dzintral@venta.lv. 

Publikationen

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Konferenzbände

Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache im Baltikum [= BGdtSB]
Überblick über die 1996 – 2007 erschienenen Konferenzbände und Beiträge


Brandt, Gisela (Hg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache im Baltikum I. Stuttgart 1996. (S.A.G. 339)

Brandt, Gisela (Hg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache im Baltikum II. Stuttgart 2000. (S.A.G. 378)

Brandt, Gisela (Hg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache im Baltikum III. Stuttgart 2003. (S.A.G. 412)

Brandt, Gisela/Balode, Ineta (Hg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache im Baltikum IV. Stuttgart 2005. (S.A.G. 427)

Brandt, Gisela/Balode, Ineta (Hg.): Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache im Baltikum V. Stuttgart 2007. (S.A.G. 440)

Beiträge

Balaišis, Vytautas: Deutschunterricht und Germanistikstudium an der alten Universität Vilnius und an der Universität Kaunas. BGdtSB I, 59-65.

Balode, Ineta: Die Wortschatzanalyse als Mittel zur Bestimmung des Benutzers und der Zielsetzung eines Wörterbuches (Georg Manzels “Lettus“ 1638). BGdtSB I, 199-210.

Balode, Ineta: Diminutiva in der deutschen Sprache im Baltikum. BGdtSB III, 5-14.

Balode, Ineta: Öffentliche Sprachdiskussion in der Wochenschrift „Das Inland“ – ein Beitrag zur Erforschung der deutschen Sprache im Baltikum. BGdtSB IV, 25-42.

Balode, Ineta: Baltendeutsch und baltisches Deutsch: Probleme einer systematischen Be-schreibung. BGdtSB V, 5-23.

Barone, Marika: Zum Einfluß des Ausgangstextes auf den Zieltext. Die lettische Fassung der Passionsharmonie von Johannes Bugenhagen (1587). BGdtSB III, 81-94.

Barniškiene, Sigita: Religionsauffassung und religiöser Wortschatz in den Schriften von Dr. Wilhelm Storost-Vydūnas. BGdtSB II, 143-152.

Bender, Reet: Oskar Masing, das Deutschbaltische Dialektwörterbuch und der Wörterbuchstreit zwichen Riga und Dorpat. BGdtSB V, 25-36.

Bieberstedt, Andreas: To deme ersten geve ik … Formelstrukturen im Bereich des Artikelkatalogs mittelniederdeutscher Testamente. BGdtSB V, 73-93.

Bormane, Žanna: Anthroponyme in Puschkins Poem „Graf Nulin“, im Originaltext sowie in den deutschen Übersetzungen von Robert Lippert und Friedrich Bodenstedt. BGdtSB III, 113-120.

Bormane, Žanna: Die Personennamen im Deutschen, Russischen und Lettischen. BGdtSB IV, 101-110.

Bormane, Žanna: Wiedergabe der Anthroponyme in den frühen Übersetzungen der Werke Alexander Puschkins ins Deutsche (am Beispiel der Übersetzungen von Robert Lippert). BGdtSB V, 95-106.

Brandt, Gisela: Deutsch im Baltikum oder baltisches Deutsch? Eine Erörterung zum Verältnis von Nationalem und Regionalem anhand der Belegungen von /Frau/ und /Weib/ in historischen Wörterbüchern. BGdtSB I, 39-58.

Brandt, Gisela: Textsorten und Textsortenstile in den “Mitauischen Nachrichten“ (1766-1775). BGdtSB I, 211-270.

Brandt, Gisela: Textsorten und Textsortenstile in den „Mitauischen Politischen und Gelehrten Zeitungen“ (1775/76). BGdtSB II, 153-187.

Brandt, Gisela: Von den „Mitauischen Politischen und Gelehrten Zeitungen“ über die „Mitauische Gelehrte u. Politische Zeitung“ zur „Mitauischen Politischen Zei=tung“ (1777-1784). BGdtSB III, 167-189.

Brandt, Gisela: Zum sprachlichen Profil ausgewählter Textsorten in der „Mitauischen Zeitung“ (1784-1810). BGdtSB IV, 165-190.

Brandt, Gisela: Zu Textaufbau, Syntax und Lexik des „gelehrten Artikels“ in den Mitauiſchen Nachrichten 1767. BGdtSB V, 121-161.

Brigzna, Ilga: Zur Äquivalenz der deutsch-lettischen Einträge im Wörterbuch „Lettus“ (1638) von Georg Manzel. BGdtSB IV, 119-126.

Bukantaitė-Klees, Monika: Deutschsprachige Presse in Memel. Journalistische Darstellungsformen in der Memeler Allgemeinen Zeitung. BGdtSB V, 107-120.

Christensen, Birgit: Ein Brief von Bürgermeister und Rat zu Riga an den dänischen König Christian III. BGdtSB V, 59-71.

Dimante, Irina: Altrussische Sprachdenkmäler im historischen Staatsarchiv Lettlands und Perspektiven ihrer linguistischen Erforschung. BGdtSB I, 99-104.

Dimante, Irina: Entwicklungstendenzen der Sprachen unter kontrastivem Aspekt. BGdtSB II, 11-18.

Dimante, Irina: Aleksandr Griboedov, „Gore ot uma“ (Verstand bringt Leiden) in der deut-schen Übersetzung von Victor Dobbert. BGdtSB III, 103-112.

Ferdinand, Svetlana: Altruss. крьстъ цýловати und крьстьное цýлование und ihre mnd. Lehnformen im hansisch-russischen Schriftverkehr. BGdtSB II, 37-52.

Grigale, Ilze: Der Beitrag Georg Manzels zur Bildung der altlettischen Schreibsprache. BGdtSB IV, 111-118.

Hampel, Anja: Frühneuzeitliche Korrespondenzen der Hansestadt Rostock mit dem Baltikum. BGdtSB II, 71-82.

Hampel, Anja: Sozio-onomastische Betrachtungen zur deutschen Vornamengebung in den Städten Rostock, Stralsund und Riga im 15. Jahrhundert. BGdtSB IV, 89-100.

Hinderling, Robert: Estnisch prügi, lettisch bruģis, bruģe ‚Schutt‘ < mittelniederdeutsch brug-ge ‚Brücke‘? Ein etymologischer Versuch. BGdtSB II, 5-10.

Karulis, Konstantīns: Das verschwundene Baltendeutsch in lettischen Belegen. BGdtSB I, 5-14.

Kopplow, Christa: Gesprächsbücher im hansischen Handel. BGdtSB I, 23-34.

Koschkins, Igors: Deutsches Lehngut in den altrussischen Novgoroder Urkunden. BGdtSB I, 87-98.

Koschkin, Igor: Zur traditionellen Formel goroju i vodoju (zu Lande und zu Wasser) in den altrussischen Vertragsurkunden mit der Hanse. BGdtSB III, 25-36.

Koschkin, Igor: Zu den terminologischen Ämterbezeichnungen in den deutsch-russischen Vertragsurkunden Altlivlands. BGdtSB V, 37-47.

Kremer, Ludger: „Wat de Zaar an Handschriften ut den Orient besitten däht“. Linguistische Überlegungen zur Authentizität eines angeblich mnd. Textes aus dem Stadtarchiv Pernau. BGdtSB III, 53-66.

Leitāne, Māra: Lettische Bestandtteile in der baltendeutschen Lautung. BGdtSB II, 125-132.

Leitāne, Māra: Zum sozio-pragmatischen Aspekt von Handelsberichten in der Rigaer deut-schen Presse des 19. Jahrhunderts. BGdtSB III, 155-166.

Lele, Dzintra: Soziolinguistische Aspekte der Ablösung des Niederdeutschen durch das Hochdeutsche in Riga (nach den Schriften der Großen Gilde). BGdtSB I, 173-182.

Lele-Rozentāle, Dzintra: Codewechsel in der Ältermännerchronik der Großen Gilde in Riga (Anfang 17. Jahrhundert). BGdtSB II, 111-124.

Lele-Rozentāle, Dzintra: Übersetzung als Bestandteil des Sprachablösungsprozesses. BGdtSB III, 67-80.

Lele-Rozentāle, Dzintra: Über das Mittelniederdeutsche im Baltikum und seine verbindende Rolle für die Ostseeländer. BGdtSB IV, 5-24.

Mališeva, Oksana: Zur Variabilität der Verbalformen in der Livländischen Reimchronik (1296). BGdtSB IV, 69-76.

Migla, Ilga: Lettische Eigennamen in deutschen Texten und Übersetzungen. BGdtSB I, 143-152.

Migla, Ilga: Deutsche und lettische Phraseologismen in den Werken von Regina Ezera. BGdtSB II, 133-142.

Migla, Ilga: Farbadjektive in den Phraseologismen des „Lettischen Lexicons“ von Gotthard Friedrich Stender. BGdtSB III, 127-136.

Migla, Ilga: Somatische Phraseologismen im ersten deutsch-lettischen Wörterbuch „Lettus“ von Georg Manzel. BGdtSB IV, 127-138.

Mogensen, Jens Erik: Frühneuhochdeutsche Verietäten im Kontrast. Die Tempora Perfekt und Präteritum in Quellentexten bis 1500. BGdtSB II, 25-36.

Pavidis, Silvija: Das deutsche Lehngut im ersten lettischen “Katholischen Catechismus“ von 1595. BGdtSB I, 143-152.

Pavlovska, Kristīne: Rigische Urkunden des 14. Jahrhunderts als Quelle variablenlinguisti¬scher Untersuchungen. BGdtSB III, 15-24.

Ridali, Helju: Am Anfang war das Rot. Zur Symbolik der festen Wendungen mit rot / punane im Deutschen und Estnischen. BGdtSB III, 147-154.

Ridali, Helju: Zu Frequenz und Symbolik deutscher und estnischer Farbphraseologismen. BGdtSB IV, 139-148.

Rosenthal, Dieter: Zu den baltischen Spracheinflüssen auf die einstigen ostpreußischen Mundarten. Dem Andenken von Erhard Riemann (1907-1984) gewidmet. BGdtSB I, 119-130.

Rösler, Irmtraud: Kobrow kontra Winningk. Ein Livländer ersucht die Juristenfakultät Ros-tock um Rechtsbelehrung. Soziolinguistische Beobachtungen an Prozeßunterlagen 1581-1589. BGdtSB I, 183-198.

Rösler, Irmtraud: Vtzÿ ponassum Jassÿku gauwerÿth, Lerne Auff vnsere sprache redenn. Rus-sisch und Deutsch im Kontakt. Zu den handschriftlichen russisch-deutschen Sprachführern des 16. und 17. Jahrhunderts. BGdtSB II, 53-70.

Rösler, Irmtraud: Van Domines na Rige südost / wol so ostlick XVI.m. Nautische Texte des Baltikums. BGdtSB III, 37-51.

Rösler, Irmtraud: „Dat bôkeken van deme repe“. Syntaktische Beobachtungen. BGdtSB IV, 43-58.

Rūmiece, Ilze: Zum Problem der Latinismen in den deutschen Urkunden zur Geschichte Lettlands. BGdtSB I, 35-38.

Siliņa-Piņķe, Renāte: Entlehnungswege des Vornamens Heinrich ins Lettische. BGdtSB III, 121-126.

Siliņa-Piņķe, Renāte: Frauenvornamen und andere anthroponomastische Frauenzeichnungen im Kämmerei-Rigister Rigas aus dem 15. Jahrhundert. BGdtSB V, 49-57.

Skvairs, Ekaterina: Niederdeutsch-russische Sprachkontakte der Hansezeit. Forschungsstand, Entwicklungswege, Aussichten. BGdtSB I, 67-86.

Škapare, Marika: Das Tagebuch von Jügen Padel (1539-1557). Sein sprachlicher, historischer und soziokultureller Wert. BGdtSB II, 97-110.

Smiltena, Mudīte: Farben und Farbbezeichnungen in lettischen und deutschen Phraseologismen. BGdtSB III, 137-146.

Smiltena, Mudīte: Einwortphraseologismen mit Farbkomponenten im deutsch-lettischen Vergleich. BGdtSB IV, 149-164.

Uustalu, Koidu: Niederdeutsche Einflüsse in Bürgermeister Nyenstedes “Handbuch“ (1607). BGdtSB I, 15-22.

Vaba, Lembit: Die lettische Sprache als Vermittler deutschen Lehngutes ins Estnische. BGdtSB I, 105-118.

Valdmane, Vita: „Die Letten“ von Garlieb Merkel. Ein Vergleich der ersten lettischen und der ersten russischen Übersetzung mit den ersten beiden deutschen Ausgaben. BGdtSB III, 95-102.

Vanags, Pēteris: Gedruckte niederdeutsche Textvarianten des 16. Jh. und ihre Bedeutung für die zeitliche Einordnung ihrer lettischen Übersetzungen. BGdtSB I, 131-142.

ten Venne, Ingmar: “Atlas frühmittelniederdeutscher Schreibsprachen“. Korpusprobleme und soziolinguistische Feststellungen. BGdtSB I, 157-172.

ten Venne, Ingmar: Deutschsprachige Urkunden Rigas aus dem 14. und 15. 
Jahrhundert. Ei-nige quellenkritische Anmerkungen. BGdtSB II, 83-96.

Waligóra, Krystyna: Frühneuhochdeutsch in Krakau. Sprachliche Merkmale der Rechtssprü-che des Krakauer Oberhofs. BGdtSB IV, 77-88.

Winge, Vibeke: Auswirkungen des dänisch-deutschen Sprachkontakts auf das Dänische. BGdtSB II, 19-24.

Winge, Vibeke: Modalverbgefüge als Konkurrenzformen des Konjunktivs in mittelnieder-deutschen Texten um 1400. BGdtSB IV, 59-68.

Überblick über die 1996 – 2007 erschienenen Konferenzbände und Beiträge. BGdtSB V, 163-166.

Monographien

Balode, Ineta: Deutsch-lettische Lexikographie. Eine Untersuchung zu ihrer Tradition und Regionalität im 18. Jahrhundert. (= LEXICOGRAPHICA, Series Maior - Suplementbände zum Internaionalen Jahrbuch für Lexikographie, Hgg. Sture Allén, Pierre Corbin, Reinhard R. K. Hartmann, Franz Josef Hausmann, Ulrich Heid, Oskar Reichmann, Ladialav Zgusta. Nr. 111) Tübingen 2002.

Balode, Ineta und Lele-Rozentale, Dzindra: Deutsch im Baltikum. Eine annotierte Forschungsbibliogra-phie. (= Fremdsprachen in Geschichte und Gegenwart. Hgg.: Helmut Glück, Konrad Schröder. Bd. 17) Wiesbaden 2016.

Mitauische Nachrichten 1766 - 1810

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Nachdem die Konferenzreihen zur Historischen Soziolinguistik des Deutschen und zur Geschichte des weiblichen Sprachgebrauchs sowie die Ebner-Monographie abgeschlossen sind, ist Zeit, meinen Blick wieder auf den kurländischen Zeitungsdiskurs der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu richten. Geplant ist ein Studienband, der den Wandel des regionalen Nachrichtenblattes und die Leistung ihrer Redakteure über 50 Jahre verfolgt.

Angeknüpft wird an die in den Rigaer Konferenzen vorgestellten Referate:

Brandt, Gisela: Textsorten und Textsortenstile in den “Mitauischen Nachrichten“ (1766-1775). BGdtSB I, 211-270.

Brandt, Gisela: Textsorten und Textsortenstile in den „Mitauischen Politischen und Gelehrten Zeitungen“ (1775/76). BGdtSB II, 153-187.

Brandt, Gisela: Von den „Mitauischen Politischen und Gelehrten Zeitungen“ über die „Mitauische Gelehrte u. Politische Zeitung“ zur „Mitauischen Politischen Zei=tung“ (1777-1784). BGdtSB III, 167-189.

Brandt, Gisela: Zum sprachlichen Profil ausgewählter Textsorten in der „Mitauischen Zei-tung“ (1784-1810). BGdtSB IV, 165-190.

Brandt, Gisela: Zu Textaufbau, Syntax und Lexik des „gelehrten Artikels“ in den Mitauiſchen Nachrichten 1767. BGdtSB V, 121-161. 


Und angezeigt  werden an dieser Stelle meine Zwischenberichte zum Thema auf weiteren internationalen Fachtagungen. 

Die „Mitauischen Nachrichten“ und ihre Nachfolger (1766 – 1810). Gesellschaftliches Umfeld – Profile – Textsortenrepertoire. In: Jörg Riecke/Britt-Marie Schuster (Hg.): Deutschsprachige Zeitungen in Mittel- und Osteuropa. Sprachliche Gestalt, historische Einbettung und kulturelle Traditionen. (Germanistische Arbeiten zur Sprachgeschichte 3) Berlin 2005. S. 89-108.

Deutsche Zeitungen in Städten des Baltikums (eine textlinguistische Studie). In: Anna Karin/Silvia Ulivi/Claudia Wich-Reif (Hg.): Regiolekt. Funktiolekt, Idiolekt: Die Stadt und ihre Sprachen. Akten der 31. Tagung des Internationalen Kreises Historische Stadtsprachenforschung. Bonn, den 29. September – 02. Oktober 2013. Bonn 2015. S. 213-242.

Zum Zusammenspiel von binnendeutscher und inseldeutscher Sprachkultur in den „Mitauiſchen Nachrichten von Staats= gelehrt= und einheimiſchen Sachen“ (1766ff.). In: Michel Lefèvre/Katharina Mucha-Tummuseit/Reiner Hünecke (Hg.): Rhetorik und Kulturen. (Zivilisation & Kulturen Bd. 38) Frankfurt am Mein 2016. S.191-213. 

Nachrichten von einheimischen Sachen – Textsortenprofil der ANGEBOTSANZEIGE im kurländischen Regionalblatt (1766-1795). In: Claudin Moulin/Fausto Ravida/Nikolaus Ruge (Hg.): Beiträge zur 33. Tagung des Internationalen Arbeitskreises Historische Stadtsprachenforschung (Trier, 4.-6. Oktober 2015). In: Rolf Bergmann/Karin Donhauser/Hans-Werner Eroms/Elvira Glaser/Claudine Moulin/Theo Vennemann (Hg.): SprachTheo Vennemann (Hg.): Sprachwissenschaft Bd. 41, Heft 3/4, Heidelberg 2016. S. 377-401.wissenschaft Bd. 41, Heft 3/4, Heidelberg 2016. 

Die Nachricht ­– variable Grundeinheit der periodischen Zeitung des 17. und 18. Jahrhunderts. In: Britt-Marie Schuster/Susan Holtfreter (Hg.): Textsortenwandel vom 9. bis zum 19. Jahrhundert. Akten zur internationalen Fachtagung an der Universität Paderborn vom 9.-13.06.2015. Berliner Sprachwissenschaftliche Studien Bd. 32, Berlin 2016, S. 363-386.

Amtssprache im Zeitungsdiskurs. Amtliche Mitteilungen im kurländischen Nachrichtenblatt (1766-1795). In: Rainer Hünecke/Sandra Aehnelt (Hg.): Kanzlei und Sprachkultur. Beiträge zur 8. Tagung des Arbeitskreises Historische Kanzleisprachforschung, Dresden 3. bis 5. September 2015. Beiträge zur Kanzleisprachforschung. Bd. 9. Wien 2016. S. 297-313.
 

Varianten der TODESNACHRICHT im kurländischen Regionalblatt (1766-1810) [Arbeitskreis Stadtsprachenforschung, Salzburg 2016 – nicht gedruckt]


Der GUNSTERWEISUNGSBERICHT in der periodisch gedruckten Zeitung des 17. und 18. Jahrhunderts. In: Hg. Franz Simmler/Galina Baeva: Textgliederungsprinzipien. Ihre Kennzeichnungsformen und Funktionen in Texten vom 8. bis 18. Jahrhundert. Akten zum Internationalen Kongress an der Staatlichen Universität St. Petersburg vom 22. Bis 24. Juni 2017. Berlin 2019, S. 461-462. [ISBN 978-3-89693-736-0] Weidler-Verlag. (Berliner Sprachwissenschaftliche Studien, Hg. Franz Simmler, Bd.34.

Nachrichten von entlaufenen Leibeigenen im kurländischen Regionalblatt (1766 - 1810) – Textsortenprofile, regionalsprachliche Infiltration. [Arbeitskreis Stadtsprachenforschun, Würzburg 2018 – nicht gedruckt]


Reflexion der Glaubensspaltung im deutschen Zeitungsdiskurs des 17. und 18. Jahrhunderts – Profile darauf bezogener Nachrichten. In: Jörg Meier/Rainer Hünecke (Hg.): Perspektiven und Desiderate der europäischen Kanzleisprachforschung – Die deutsche Sprache in der Zeit der Reformation. (Kanzleisprachforschung Bd. 8) Wien 2020, S. 193-230.

 Der Brechungsfaktor Berichterstatterkommentar in Nachrichten des kurländischen Regionalblattes (1766-1810) – metakommunikative Überdachung der Sachverhaltsdarstellung. [Dresden   6/2019 im Druck]


Den vorläufigen Abschluss bildet der Studienband

Die „Mitauischen Nachrichten“ und ihre Nachfolger 1766 – 1810

Soziolinguistische Studien zur Geschichte der deutschen Sprache im Baltikum. 
(= Jörg Meier, Arne Ziegler (Hgg.): Germanistische Arbeiten zur Sprachgeschichte Bd. 12, 1 und 2) Weidler-Verlag Berlin, 2020.

Vorgesehen ist noch ein Beitrag

zur Tagung des Arbeitskreises „Textlinguistik“ in Warschau, Juli 2021 

 

Parataxe und Hypotaxe in den korrespondenzgebundenen Nachrichten der „Mitauischen Nachrichten“ und ihrer Nachfolger (1766 - 1810) im Verhältnis zu anderen Verwendungsbereichen

 

Abstrakt

 

Im Text wirken eine Vielzahl sprachlicher und außersprachlicher Faktoren zusammen. Mit seiner Verschriftung wird Sprache zum Bild. Über solche Abbilder lässt sich Sprachhandeln über Jahrhunderte und Jahrtausende zurückverfolgen. 

       In meiner holistischen Langzeitstudie zu den „Mitauischen Nachrichten“ und ihren Nachfolgern (1766 - 1810) habe ich das unter anderem mit Bezug auf die korrespondenzgebundenen Ereignis- und Situationsberichte und den Umgang ihrer Beiträger mit dem Ganzsatz getan. Die Analyseergebnisse gestatten frequenzielle Aussagen über die Binnenstruktur von Satzgefügen und das Verhältnis von Parataxe und Hypotaxe im überregionalen und regionalen Zeitungsdiskurs der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

       Vergleiche mit den Untersuchungsergebnissen von Vladimir Admoni (Dichter und Denker, 2. Hälfte 18. Jh.), Rainer Hünecke (Berufsschreiber, berufsbegleitend Schreibende, Gelegenheitsschreiber im kursächsischen Bergrevier, 2. Hälfte 18. Jh.), Ulrike Demske-Neumann (Zeitungskorrespondenzen, 17. Jh.), Britt-Marie Schuster und Manuel Wille (Zeitungskorrespondenzen, 18. Jh.), Ulrike Haß-Zumkehr (Zeitungskorrespondenzen, 19. Jh.) gestatten Aussagen über den Platz der beteiligten Diskursteilnehmer im sprachhistorischen Prozess.